Montag, 29. November 2004
Hoyschrecke 2004
Sie ist aus stabilem Metall, 25 cm hoch, silber lackiert und steht auf einem hölzernen Sockel. Sie ist eine Heuschrecke – nein, eine Hoyschrecke und – unter uns gesagt: das Beste an ihr – sie gehört mir :-)! Tief im Osten fand am Wochenende die 8. Hoyschrecke statt, das Liedermacher-Treffen in Hoyerswerda. Ich war zum ersten Mal dort und habe alles in allem ein schönes, intensives Wochenende mit Kollegen verbracht. Beim Wertungskonzert wurden Jury-, Publikums- und Textpreis vergeben. Ersteren durfte ich dann am nächsten Abend beim Preisträgerkonzert entgegen nehmen. Neben Judith Rössler (Publikumspreis) und Ralph Schüller (Textpreis) haben als Gäste auch Matthias Kießling sowie Bartsch & Band gespielt. Zu meinen persönlichen Favoriten zählten u.a. aber auch Tosse oder Holger Saarmann. Im Vordergrund stand denn auch der soziale, kommunikative Aspekt - und es ist schon schön, das Gefühl, doch nicht ganz allein auf weiter Liedermacher-Flur zu sein.
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Sie ist aus stabilem Metall, 25 cm hoch, silber lackiert und steht auf einem hölzernen Sockel. Sie ist eine Heuschrecke – nein, eine Hoyschrecke und – unter uns gesagt: das Beste an ihr – sie gehört mir :-)! Tief im Osten fand am Wochenende die 8. Hoyschrecke statt, das Liedermacher-Treffen in Hoyerswerda. Ich war zum ersten Mal dort und habe alles in allem ein schönes, intensives Wochenende mit Kollegen verbracht. Beim Wertungskonzert wurden Jury-, Publikums- und Textpreis vergeben. Ersteren durfte ich dann am nächsten Abend beim Preisträgerkonzert entgegen nehmen. Neben Judith Rössler (Publikumspreis) und Ralph Schüller (Textpreis) haben als Gäste auch Matthias Kießling sowie Bartsch & Band gespielt. Zu meinen persönlichen Favoriten zählten u.a. aber auch Tosse oder Holger Saarmann. Im Vordergrund stand denn auch der soziale, kommunikative Aspekt - und es ist schon schön, das Gefühl, doch nicht ganz allein auf weiter Liedermacher-Flur zu sein.
Sonntag, 21. November 2004
Arkaden-Premiere
An außergewöhnlichen Auftrittsorten kommt im Laufe der Zeit ja so einiges zusammen: winzige Theater, riesige Festivalbühnen, kuschelige Kneipen, verwinkelte Keller, private Wohnzimmer, stilechte Zirkuszelte. Neu in der Liste seit gestern: moderne Einkaufszentren. Nobler und genauer ausgedrückt: die Schloss-Arkaden Heidenheim. Als Auftakt für die vom circle of dreams veranstaltete Schloss-Arkaden-Reihe gestern Abend mein Konzert. Viele Gesichter habe ich von meinen beiden Auftritten im nahen Herbrechtingen wieder erkannt (eben dort: Zirkuszelt), auch aus Schwäbisch Hall, Donauwörth und sogar München war man angereist! Was für eine PremiE(h)re :-)! Und dann gab´s noch Aldi-Wein und ostwürttembergische Brez´n! Irgendwie ein gutes Pflaster, die Ecke rund um Ulm :-).
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An außergewöhnlichen Auftrittsorten kommt im Laufe der Zeit ja so einiges zusammen: winzige Theater, riesige Festivalbühnen, kuschelige Kneipen, verwinkelte Keller, private Wohnzimmer, stilechte Zirkuszelte. Neu in der Liste seit gestern: moderne Einkaufszentren. Nobler und genauer ausgedrückt: die Schloss-Arkaden Heidenheim. Als Auftakt für die vom circle of dreams veranstaltete Schloss-Arkaden-Reihe gestern Abend mein Konzert. Viele Gesichter habe ich von meinen beiden Auftritten im nahen Herbrechtingen wieder erkannt (eben dort: Zirkuszelt), auch aus Schwäbisch Hall, Donauwörth und sogar München war man angereist! Was für eine PremiE(h)re :-)! Und dann gab´s noch Aldi-Wein und ostwürttembergische Brez´n! Irgendwie ein gutes Pflaster, die Ecke rund um Ulm :-).
Sonntag, 14. November 2004
Kastanienbaum, Östrogene und Schnee
Als 8jähriger habe ich mit Holger rund um den großen Kastanienbaum in Neukematen leidenschaftlich Auto gespielt. Keine 50 Meter davon entfernt hatte ich am Freitag Konzert, nicht weniger leidenschaftlich ;-)! Zum zweiten Mal war ich dort im schönen, neuen Foyer zu Gast. Erst skeptisch ob des "Heimatkonzerts" – auf der Bühne ist man doch ganz gerne anonym – hat es dann großen Spaß gemacht! Trotz der vielen bekannten Gesichter ... vielleicht ja auch deswegen ;-)! Danke Irmi, Christian, Karl, Monika und allen anderen für euren Einsatz! Danke allen fürs Kommen!
In derselben Nacht ging´s noch nach Wattens in Tirol, wo ich am Samstag um 7.00 Uhr auf der Matte des Hauses "Marie Swarovski" stand. In diesem Veranstaltungssaal der Firma Swarovski, in deren Kristallwelten ich vor Jahren auch schon einmal gespielt habe, habe ich bereits zum vierten Mal den Hahn im Korb gegeben :-). Herrlich: Vor knapp 500 Frauen war ich für das musikalische Rahmenprogramm zum Frühstückstreffen für Frauen bestellt. Beim Vortrag "Die Lebensmitte kommt bestimmt – Wechseljahre im Leben der Frau" habe ich viel über Östrogene, Orangenhaut und weiblichen Bartwuchs gelernt. Genau mein Thema!
Winterlicher Ausklang der Ö-Tour war ein kleiner, feiner Auftritt im tief verschneiten Reutte. Bei Gastgeber-Familie Stieger hat mir die 8jährige Hannah am Klavier was vorgespielt. Aber Hallo! In dem Alter saß ich vor Kastanienbäumen und hab Auto gespielt ...
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Als 8jähriger habe ich mit Holger rund um den großen Kastanienbaum in Neukematen leidenschaftlich Auto gespielt. Keine 50 Meter davon entfernt hatte ich am Freitag Konzert, nicht weniger leidenschaftlich ;-)! Zum zweiten Mal war ich dort im schönen, neuen Foyer zu Gast. Erst skeptisch ob des "Heimatkonzerts" – auf der Bühne ist man doch ganz gerne anonym – hat es dann großen Spaß gemacht! Trotz der vielen bekannten Gesichter ... vielleicht ja auch deswegen ;-)! Danke Irmi, Christian, Karl, Monika und allen anderen für euren Einsatz! Danke allen fürs Kommen!
In derselben Nacht ging´s noch nach Wattens in Tirol, wo ich am Samstag um 7.00 Uhr auf der Matte des Hauses "Marie Swarovski" stand. In diesem Veranstaltungssaal der Firma Swarovski, in deren Kristallwelten ich vor Jahren auch schon einmal gespielt habe, habe ich bereits zum vierten Mal den Hahn im Korb gegeben :-). Herrlich: Vor knapp 500 Frauen war ich für das musikalische Rahmenprogramm zum Frühstückstreffen für Frauen bestellt. Beim Vortrag "Die Lebensmitte kommt bestimmt – Wechseljahre im Leben der Frau" habe ich viel über Östrogene, Orangenhaut und weiblichen Bartwuchs gelernt. Genau mein Thema!
Winterlicher Ausklang der Ö-Tour war ein kleiner, feiner Auftritt im tief verschneiten Reutte. Bei Gastgeber-Familie Stieger hat mir die 8jährige Hannah am Klavier was vorgespielt. Aber Hallo! In dem Alter saß ich vor Kastanienbäumen und hab Auto gespielt ...
Mittwoch, 10. November 2004
Rechts: neue Links
Morgen geht´s wieder auf Tour und zwar schon wieder nach Österreich. Darüber dann mehr, wenn ich zurück bin. Jetzt nur ein schneller Hinweis auf zwei neue Links, die ich rechts hinzugefügt habe. Es sind Seiten, die ich relativ regelmäßig besuche und die den einen oder anderen von euch sicher auch interessieren:
"Politik hinter den Schlagzeilen" ist ein Projekt von Konstantin Wecker. Genauere Infos dazu sind auf der Seite unter "specials" zu finden. Dies ist kein klassisches Weblog, weil man nicht kommentieren kann – dennoch tolle Sache. Der Urheber des Weblogs "deutschsprachige Musik" gibt sich nicht zu erkennen, mittlerweile habe ich aber trotzdem Vertrauen gefasst ... und finde nicht uninteressant, was er so zum Thema beiträgt. Nicht nur dort aber auch dort bin ich übrigens auch auf Annett Louisan gestoßen, deren CD hier mittlerweile rauf und runter läuft. Das noch ein kleiner Tipp am Rande.
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Morgen geht´s wieder auf Tour und zwar schon wieder nach Österreich. Darüber dann mehr, wenn ich zurück bin. Jetzt nur ein schneller Hinweis auf zwei neue Links, die ich rechts hinzugefügt habe. Es sind Seiten, die ich relativ regelmäßig besuche und die den einen oder anderen von euch sicher auch interessieren:
"Politik hinter den Schlagzeilen" ist ein Projekt von Konstantin Wecker. Genauere Infos dazu sind auf der Seite unter "specials" zu finden. Dies ist kein klassisches Weblog, weil man nicht kommentieren kann – dennoch tolle Sache. Der Urheber des Weblogs "deutschsprachige Musik" gibt sich nicht zu erkennen, mittlerweile habe ich aber trotzdem Vertrauen gefasst ... und finde nicht uninteressant, was er so zum Thema beiträgt. Nicht nur dort aber auch dort bin ich übrigens auch auf Annett Louisan gestoßen, deren CD hier mittlerweile rauf und runter läuft. Das noch ein kleiner Tipp am Rande.
Montag, 8. November 2004
Trost und Verständnis
Das ist irgendwie tröstlich. Das macht es verständlich (hoax oder nicht – egal!). Und das fasst es zusammen. (Via Biggi via Schockwellenreiter)
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Das ist irgendwie tröstlich. Das macht es verständlich (hoax oder nicht – egal!). Und das fasst es zusammen. (Via Biggi via Schockwellenreiter)
Freitag, 5. November 2004
Lesetypografischer Schock
Einen Schock ganz anderer Art hatte ich gestern... beim Schmökern in einem (Lese)typografischen Lexikon. "Schock" ist eigentlich untertrieben...
Hat wer was gemerkt? Nein? Ich habe in diesem kurzen Eintrag schon zweimal einen lesetypografischen Fehler gemacht! Es bricht mir das Herz, aber es scheint tatsächlich so zu sein: Man macht vor Auslassungspunkten (im Volksmund "Punkt-Punkt-Punkt" oder auch "Pünktchen-Pünktchen-Pünktchen") ein Leerzeichen! Ich hätte also schreiben müssen:
Einen Schock ganz anderer Art hatte ich gestern ... beim Schmökern in einem Lesetypografischem Lexikon. "Schock" ist eigentlich untertrieben ...
Das ist dermaßen ungewohnt für mich, dass ich heftig mit mir ringe, ob ich denn bei der alten (aber falschen) Gewohnheit bleiben, oder mich als lernfähig erweisen soll. Hoffnung besteht insofern, dass ich die Auslassungspunkte ja meist als Gedankenpunkte, ähnlich einem Gedankenstrich verwende. Vielleicht dürfen Auslassungspunkte als Gedankenpunkte, quasi als dramaturgisches Mittel, ja doch direkt an das Wort drangehängt werden...?
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Einen Schock ganz anderer Art hatte ich gestern... beim Schmökern in einem (Lese)typografischen Lexikon. "Schock" ist eigentlich untertrieben...
Hat wer was gemerkt? Nein? Ich habe in diesem kurzen Eintrag schon zweimal einen lesetypografischen Fehler gemacht! Es bricht mir das Herz, aber es scheint tatsächlich so zu sein: Man macht vor Auslassungspunkten (im Volksmund "Punkt-Punkt-Punkt" oder auch "Pünktchen-Pünktchen-Pünktchen") ein Leerzeichen! Ich hätte also schreiben müssen:
Einen Schock ganz anderer Art hatte ich gestern ... beim Schmökern in einem Lesetypografischem Lexikon. "Schock" ist eigentlich untertrieben ...
Das ist dermaßen ungewohnt für mich, dass ich heftig mit mir ringe, ob ich denn bei der alten (aber falschen) Gewohnheit bleiben, oder mich als lernfähig erweisen soll. Hoffnung besteht insofern, dass ich die Auslassungspunkte ja meist als Gedankenpunkte, ähnlich einem Gedankenstrich verwende. Vielleicht dürfen Auslassungspunkte als Gedankenpunkte, quasi als dramaturgisches Mittel, ja doch direkt an das Wort drangehängt werden...?
11. September-Stimmung
Nach den Wahlen in Amerika hatte ich kurzfristig so eine Art 11. September-Stimmung. Erstaunlich und irgendwie auch beängstigend, wie schnell man sich dann emotional wieder in den Griff bekommt. Gut tun mir (und meinem USA-Bild) Reaktionen von amerikanischen Nicht-Bush-Wählern, die genauso fassungslos und shocked reagieren, wie es hierzulande die große Mehrheit tut. (Merke: Mehrheiten können auch mal richtig liegen.) Zumindest hätten laut Umfragen 70% der Deutschen Kerry gewählt. Nun gut, immerhin haben das auch rund 50 Millionen US-Bürger getan, das sollte man nicht vergessen. Wobei man auch mal erwähnen sollte, dass JFK II. vielleicht nicht der große Heilsbringer gewesen wäre, aber zweifelsohne besser als W.
Was mir wirklich den Rest gibt ist die Tatsache, dass sich Bush so erfolgreich als Christ verkaufen kann und offensichtlich die gläubigen Amerikaner, zumindest sehr viele, hinter ihm stehen. Entweder ist das die absolute Verblendung, oder es handelt sich hier um eine Religion, die mit meinem Glauben und Verständnis vom Christentum nichts zu tun hat.
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Nach den Wahlen in Amerika hatte ich kurzfristig so eine Art 11. September-Stimmung. Erstaunlich und irgendwie auch beängstigend, wie schnell man sich dann emotional wieder in den Griff bekommt. Gut tun mir (und meinem USA-Bild) Reaktionen von amerikanischen Nicht-Bush-Wählern, die genauso fassungslos und shocked reagieren, wie es hierzulande die große Mehrheit tut. (Merke: Mehrheiten können auch mal richtig liegen.) Zumindest hätten laut Umfragen 70% der Deutschen Kerry gewählt. Nun gut, immerhin haben das auch rund 50 Millionen US-Bürger getan, das sollte man nicht vergessen. Wobei man auch mal erwähnen sollte, dass JFK II. vielleicht nicht der große Heilsbringer gewesen wäre, aber zweifelsohne besser als W.
Was mir wirklich den Rest gibt ist die Tatsache, dass sich Bush so erfolgreich als Christ verkaufen kann und offensichtlich die gläubigen Amerikaner, zumindest sehr viele, hinter ihm stehen. Entweder ist das die absolute Verblendung, oder es handelt sich hier um eine Religion, die mit meinem Glauben und Verständnis vom Christentum nichts zu tun hat.
Mittwoch, 3. November 2004
God bless America!
Schlimm genug, dass es überhaupt knapp werden konnte. Und wenn die Nase Bush nun dieselbe tatsächlich vorne behält... Ich fass es einfach nicht! Der "gläubige Christ", der verschmitzt in die Kamera grinst, er sei ein „war president“. Mir is schlecht. God bless America!
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Schlimm genug, dass es überhaupt knapp werden konnte. Und wenn die Nase Bush nun dieselbe tatsächlich vorne behält... Ich fass es einfach nicht! Der "gläubige Christ", der verschmitzt in die Kamera grinst, er sei ein „war president“. Mir is schlecht. God bless America!

