Donnerstag, 30. September 2004


Verrückt genug! (oder: Neues von der Courage-Front)

Es tut sich was... in Sachen "Courage". Mit Ende dieser Woche sind alle Titel gemischt! Alle? Nein! Ein unbeugsamer Song leistet mutig Widerstand...

Anders gesagt: Wolle (Wolfgang Zerbin) hat eine verrückte Inspirations-Phase am Schopfe gepackt, um noch mal eine Nacht durchzukomponieren und -arrangieren. Ton-Meister und Mit-Produzent Michel (Michael Kusterer-Trenkle), vom Ergebnis wiederum so verzückt, hat glatt noch einmal echte drums ins Studio bestellt und findet, auch Klaus Bittner (Gitarre) sollte noch mal ran. Und meinereiner... verrückt genug, um zu sagen, also bitte, was sein muss muss sein ;-)!

Kurzum: Es kommt noch ein 16. Titel auf die Scheibe (genau genommen eine Art fünfter Bonus-Track; dazu aber mehr, wenn´s soweit ist) – und trotzdem wird am Zeitplan festgehalten: Am 14. Oktober wird gemastert, das heißt anschließend geht der Silberling ins Presswerk. Ich freu mich übrigens sehr über jeden und jede, der/die sich mit uns mit-vor-freut! Und nun läuft ja auch wirklich der Countdown!

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Sonntag, 26. September 2004


On tour in Baden und Württemberg

Hartmut ist der „Dokumentator“ (Eigendefinition) aller musikalischen Veranstaltungen auf der legendären Burg Waldeck. Dort haben wir uns letzte Pfingsten kennen gelernt, woraufhin er mich als Programmpunkt zu einer von ihm organisierten privaten Veranstaltung eingeladen hat. Ich bin sehr dankbar, wenn jemand – wie Hartmut in diesem Fall – weiß, was er tut: Der Rahmen passte einfach, und mein Kurzkonzert in der schwäbischen Metropole Bretzfeld-Bitzfeld "ging auf". Herrlich, wenn´s dann noch lecker Essen gibt... :-)

Gestern dann gab es ein freudiges Wiedersehen in Emmendingen bei Freiburg. Den kuscheligen Schlosskeller im Markgrafenschloss hatte ich ja nicht in schlechtester Erinnerung, nachdem es da für mich im April den Emmendinger Kleinkunstpreis gab. Es war ein schöner Abend in intimer Atmosphäre, echten kleinen "Fans", die teilweise ganze Lieder auswendig kannten, fleißig mitsangen und mir dabei die eine oder andere Pointe versauten... ;-)

Weiß der Geier, warum ich es mir dann angetan habe, noch in der Nacht nach Hause zu fahren. Aber so ein schlapper Sonntag, an dem die einzige Pflicht darin besteht, sein Kreuzchen an der richtigen Stelle zu machen (NRW wählt), hat auch was.

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Montag, 20. September 2004


Unverhoffte Begegnungen

Montagabend. Das Wochenende kann beginnen :-). In Dorfweil im Taunus und Beelen in Westfalen hab ich mich die Tage rumgetrieben – und dann sollte es noch eine Überraschung geben. Beim Soundcheck in Beelen (wie vor zwei Jahren ein toller Abend! Aber diesmal hatte ich Torsten am Cello mit. Vor vollem Haus und netten Leuten macht es einfach Spaß!) ereilte mich der Anruf aus Oberfranken: Kollege Bittlinger musste kurzfristig absagen. Die Stimmbänder... Und so saß ich keine 24 Stunden später, nach einer kurzen Nacht und fünfstündiger Fahrt in Trebgast. Vor gut 150 Konzertbesuchern, die gar nicht wegen mir gekommen waren... Wir haben uns dann aber ganz gut aneinander gewöhnt, denke ich ;-).

Da ich schon um 17.00 Uhr gespielt habe, konnte ich noch in ein bezauberndes Konzert von Anam Cara mit Andy , Bolle und Cordula rein schnuppern. Die unverhoffte Begegnung mussten wir natürlich im Anschluss bei fränkischem Rotwein und keltischem Whiskey gebührend feiern. Das war´s den langen, staureicher Montag auf Deutschlands Autobahnen allemal wert!

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Freitag, 10. September 2004


Tim lebt!

Gestern, sehr bewegend bei Johannes B. Kerner im ZDF: Simone und Bernhard Guido, Pflegeeltern des heute 7-jährigen Tim, der seine eigene Abtreibung überlebt hat! In der 25. Schwangerschaftswoche! Nach fast sechs Monaten im Mutterleib! Zehn Stunden lang ließ man Tim einfach liegen, aber er wollte nicht sterben... Unfassbar: In 30% der häufigsten Methode bei späten Abtreibungen (Prostagladinmethode) kommt das Kind lebend, das heißt in vielen Fällen auch langfristig lebensfähig, zur Welt...

Hier kann sich jeder mit seiner Unterschrift/e-mail an einer Kampagne gegen Abtreibungen bis zur Geburt beteiligen. Und hier, auf Tims eigener Seite, gibt es Fotos und Berichte über sein Leben und die Fortschritte, die eine Delfin-Therapie bei ihm bewirkt haben.

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Montag, 6. September 2004


Endlich Alltag!

Um nicht wieder in der Minderheit zu sein – s. Eintrag vom 12. August – habe ich heute, wie so viele andere, meinen ersten "richtigen" Alltags- und Arbeitstag nach der Sommerpause eingelegt. Dass ich ihn mangels klassischen Bürowetters zu einem Großteil auf den Balkon bzw. ans wandgroße und weit geöffnete Wohnzimmerfenster verlegen musste, versteht sich von selbst. ("Es regnet gar nicht, es ist nicht grau...") Aber auch: Ordnung schaffen (erstmal ganz grob), e-mails beantworten (die wichtigsten), Plakate verschicken (die dringendsten)... Das immer wieder Verblüffende dabei ist: Erst einmal angefangen, macht es richtig Spaß! Der Überschuss an im Sommer gesammelter Energie gipfelte darin, dass ich sogar kurz entschlossen den nächsten Zahnarzttermin verabredet hab. Kann mich bitte jemand bremsen...?!

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